| E s t h a l | 23.03.2010 |
Grundschule Esthal
„Theaterspielen macht ganz viel Spaß“, war die einhellige Meinung der Esthaler 4. Klässler. Die Grundschüler hatten sich mit ihrer Lehrerin Christel Schneider für das Schuljahr das lustige Theaterstück "Der Sängerkrieg der Heidenhasen" von James Krüss ausgesucht, eifrig geprobt und am 23. März in der Schulturnhalle aufgeführt. Es war fast wie in einem Märchen: Ein König, in diesem Fall König Lamprecht der Siebente, Oberhaupt der Hasen und Karnickel, hat eine Tochter im heiratsfähigen Alter. Und was tun Märchenkönige, wenn sie in dieser Situation sind? Sie suchen einen passenden Mann und das in der Regel meistens auf recht unübliche Art und Weise, hier durch einen Erlass:. Erlass seiner Majestät, unseres allergnädigsten Hasenkönigs: "Wir, Lamprecht der Siebente, geben hiermit kund, dass am morgigen Sonntag der Sängerkrieg der Heidehasen in Obereidorf stattfinden wird. Wer das schönste Lied auf unsere Tochter, die Prinzessin des Heidehasenreiches, singt, ist Sieger und erhält zur Belohnung unsere Tochter zur Frau." Ein vielversprechender Anwärter war der junge Lodengrün. Lodengrüns Hasenherz gehörte schon lange der Prinzessin des Heidehasenreiches, doch am Hof braute sich eine Verschwörung zusammen.
Drahtzieher ist kein geringerer als der Minister für Hasengesang. Er versucht den nicht gerade mit einer guten Singstimme verwöhnten Direktor des Hasen-Musikvereins zu manipulieren: "Ausgezeichnet, Herr Direktor Wackelohr, Sie singen wie ein junger Hasengott."' "Ach, der Herr Minister belieben zu scherzen." "Aber nein, lieber Direktor, ich mein es ernst. Sie haben die beste Aussicht, Sieger im Sängerkrieg zu werden."Na, warten wir ab, wie seine Majestät der König entscheiden wird." "Und wie ich entscheide, lieber Wackelohr" 100.000 Hasentaler verlangte der geldgierige Minister für seinen Dienst, auch im Reich der Hasen keine Kleinigkeit, doch der umschmeichelte Wackelohr stimmt zu. Die Intrige war perfekt. Bleibt nur noch ein Problem: Lodengrün. Auf keinen Fall darf er an dem Sängerkrieg teilnehmen, denn solche Stimmen, das weiß auch der Minister, liebt der König. Also überredete er Wackelohr, Lodengrüns Sonnenuhr zu verstellen. "Ist das nicht sehr gefährlich?" "Warum so ängstlich, mein Teuerster?" So nimmt das Unglück seinen Lauf. Lodengrün verschläft tatsächlich. Während die ersten Anwärter auf die Hand der Prinzessin bereits ihr Bestes gaben, lag er noch friedlich im Hasenbau und schnarchte.
Otto Lampe, der Neffe der Nachbarin, hört das Verschwörungsgespräch mit und informiert Lodengrün. Dieser schafft es gerade noch rechtzeitig zum Sängerkrieg zu kommen und siegt mit seinem Lied über das Komplott. Wackelohr und der Minister fliehen außer Landes. Die Geschichte endet mit einem Happy End: Lodengrün bekam die Prinzessin zu seiner Frau. Als Lohn für die tolle Aufführung gab es einen lang anhaltenden Applaus der zahlreichen Zuschauer. Schulelternsprecher Uwe Gutfrucht überreichte der Klasse einen Geldbetrag für die nächste. Klassenfahrt. Die Klassenelternsprecher Matthias und Ute Krauß überreichten Lehrerin Christel Schneider einen Blumenstrauß und verteilten Süßigkeiten unter den jungen Theaterspielern.
von Harald König
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