E s t h a l 05.03.2010

Katholische Kirchengemeinde
Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können
Schwester Maria Delci Franzen aus Brasilien zu Gast in Esthal
Ordensfrau kämpft gegen die Zerstörung des Regenwaldes

"Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können": Unter diesem Leitwort steht die diesjährige Fastenaktion des Bischöflichen Hilfswerks Misereor. In den Fokus rückt dabei vor allem der Zusammenhang von nachhaltiger Armutsbekämpfung und der Bewahrung der Schöpfung, dargestellt am Problemfeld von "Klimawandel und Energie".

Aus Anlass der Fastenaktion ist Schwester Maria Delci Franzen aus Brasilien vom 4. bis 7. März zu Gast im Bistum Speyer.

Die Fachfrau in Sachen Umweltschutz und Klimawandel studierte Religionswissenschaften, Theologie und Psychologie. Seit 2003 ist sie Leiterin der Abteilung für Soziale Dienste bei der brasilianischen Bischofskonferenz. Gemeinsam mit Misereor fördert die brasilianische Bischofskonferenz Projekte zur Eindämmung des Klimawandels. So setzen sich die Bischöfe auch für die Erhaltung des Regenwaldes ein. Schwester Delci koordiniert diese Arbeiten.


Schwester Maria Delci Franzen aus Brasilien

Am Weltgebetstag der Frauen, am 5. März kam Schwester Maria Delci Franzen in Begleitung einer Dolmetscherin nach Esthal zum ökumenischen Gottesdienst in die Bruder Konrad Kirche und berichtete über ihren Kampf gegen die Zerstörung des Regenwaldes in ihrer Heimat.

Sie forderte eine neue zukunftsfähige Definition von Entwicklung, die soziale Gerechtigkeit und gleichberechtigte Mitbestimmung aller Betroffenen, sowie den Erhalt natürlicher und kultureller Vielfalt einschließt.

Gerade der Klimawandel trägt dazu bei, dass sich die Armut vieler Menschen, nicht nur in Brasilien, immer mehr verschlimmert. Deshalb ist es für Schwester Delci wichtig diese Armut aus dem Leben der Menschen zu streichen und ihnen zu helfen. Aus diesem Grund hat Misereor zur Fastenaktion das Thema "Klimawandel" erneut aufgegriffen, damit wir uns alle darüber Gedanken machen. Schwester Delci ermutigt gemeinschaftlich das Thema "Soziale Ungerechtigkeit" aufzugreifen. Dabei geht es nicht nur einzelnes Leben zu retten, sondern das Leben aller Menschen auf diesem Planeten.

von Harald König
Quelle: www.bistum-speyer.de