F r a n k e n s t e i n  24.11.2007  


Eins plus eins gleich Chaos
Aufführung der Theatergruppe TV-Frankenstein in der Sporthalle


Paul Kreuz (Frieder Wagner), Ingrid Kreuz (Petra Stuckert), Erwin Wurm (Valentin Niederberger), Doris Wurm (Sonja Stuckert), Felix Kreuz (Christoffer Gerstheimer), Christian Wurmer (Ludwig Reiber), Frau Kübler (Anja Gerstheimer),Anna Groß (Adele Eichert), Beate Schneider (Sandra Kobel), Andreas Gärtner (Gerald Hoffmann).

"Andere haben Fußpilz, ich habe meine Frau zu Hause", ist einer der markigen Sprüche von Erwin Wurmer in der Komödie "Eins plus eins gleich Chaos" der Theatergruppe des TV Frankenstein. Dabei steht Erwin (gespielt von Valentin Niederberger) mächtig unter dem Pantoffel seiner Frau Doris (Sonja Stuckert). In Feldwebel-Manier dirigiert sie ihren Mann und sorgt damit im Publikum für teils bestätigende, teils mitfühlende Reaktionen. Ihren Sohn Christian dagegen vergöttert sie. Alle drei besuchen für eine Woche die Familie von Doris' Schwester. Obwohl dieser Besuch abgesprochen ist, kommen sie äußerst ungelegen, denn Ingrid Kreuz (Petra Stuckert) hat den Termin nicht nur vergessen, sie hat ganz andere Probleme. Als Typ "Heimchen am Herd" bekommt Sie von ihrem Mann Paul (Frieder Wagner) nur wenig Unterstützung im Haushalt, betreibt aber nebenbei ein Nagelstudio und hat noch ein Zimmer untervermietet. Dies wäre ja alles zu managen, wenn sie vor einiger Zeit nicht auf die Idee gekommen wären, das Zimmer doppelt zu vermieten.

 

Frau Kübler ist ganz entzückt über den "jungen Mann" (Christian Wurmer, gespielt von Ludwig Reiber) und schließt gerne eine Versicherung ab

Jetzt muß Paul Kreuz (Frieder Wagnerder) plötzlich wieder zurück gekommeen Untermieterin Beate Schneider (Sandra Kobel) erklären, wieso er ihren Strumpfhalter trägt.

Die junge, gut aussehende Beate Schneider (Sandra Kobel) wohnt unter der Woche in dem Zimmer, fährt dann im Laufe des Freitag vormittags zu ihrer Mutter und nachmittags kommt Andreas Gärtner (Gerald Hoffmann). Dieser arbeitet unter der Woche auswärts und am Wochenende an seinem eigenen Häuschen, in das er in wenigen Wochen einziehen will. Aber an diesem Wochenende will Beates Mutter ihre Tochter nicht sehen, da sie einen neuen Freund hat und telefoniert dieser ab, als sie schon auf dem Weg zum Bahnhof ist. Damit ist das Chaos perfekt : Innerhalb kurzer Zeit stehen Frau Kübler (Anja Gerstheimer) in der Wohnung wegen einer vereinbarten Nagelbehandlung, Andreas Gärtner hat gerade sein Zimmer bezogen als Beate Schneider wieder zurückkommt und die liebe Verwandschaft steht auch auf der Matte. Jetzt wird getrickst, gelogen, es entstehen Mißverständnisse, die Emanzipation erreicht sowohl Ingrid wie auch Erwin, so daß letztendlich das Wort Scheidung im Raum steht. Da ist es fast nur eine Randepisode, wenn Christian (Ludwig Reiber) seinen Cousin Felix Kreuz (Christoffer Gerstheimer) mit seinen Erfolgen als Versicherungsverkäufer beeindruckt und ihn zu einer "Party" mitnimmt, auf der dieser mehr trinkt als ihm gut tut und dann von der Polizei nach Hause gebracht werden muß.

 

Ingrid Kreuz (Petra Stucker, stehend) verpasst ihrer Kundin Frau Kübler (Anja Gerstheimer) eine kostenlose Gesichtspackung, damit diese die "Umdekorierung" des Untermieterzimmers nicht mitbekommt. Ihr Mann Paul (Frieder Wagner) sieht im Hintergrund gedpannt zu

Der Hausfrieden ist zerstört -
die Mutter der beiden Frauen (Anna Groß alias Adele Eichert) versucht zu vermitteln.

Die Mutter von Ingrid und Doris, Anna Groß (Adele Eichert), zwingt das Chaos zum Happy End. Sie kommt von einer Urlaubsreise zurück und will ihren "glücklichen Kindern" eine größere Summe schenken. Damit sie auch einen "glücklichen" Eindruck machen, raufen sich die beiden Ehepaare nicht nur wieder zusammen, die "Machtverhältnisse" innerhalb der beiden Ehen gleichen sich an. Die beiden Untermieter haben sich ineinander verliebt, so daß alle Probleme beseitigt sind.

"Antreiberin" der Truppe war Anneliese Wagner-Bläse. Wie sie nach dem Schlußapplaus verriet, war dies oft nach einem ausgiebigen Abendessen notwendig, welches manchmal sogar gesponsert wurde. Da sich die Schauspieler/-innen für diese Antreiberei bedankten, kann sie nicht zu schlimm gewesen sein - es reichte für einen unterhaltsamen Abend in einer ausverkauften Halle.

 

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von Ewald Metzger