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Gemeinde Waldleiningen

3.
Waldleininger Serenade

Bereits
zum dritten Mal lud die Ortsgemeinde Waldleiningen zu einer abendlichen
Serenade ein. An den erschienenen Musikliebhabern konnte man ablesen,
dass diese Veranstaltung bereits etabliert ist. Ortsbürgermeister
Franz Pfeifer gab denn auch seine Freude über die zahlreiche Zuhörerschar
bei der Begrüßung kund. Besonders begrüßt wurden Ortsbürgermeister Scherer
aus Hochspeyer -selbst Sänger beim MGV 1911- und Pfarrer Stefan Kuntz
von der Evangelischen Kirchengemeinde.
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Auch
in diesem Jahr waren drei Ensembles im Einsatz: der MGV 1911 aus
Hochspeyer mit seinem Vorstand Klaus Schuler und dem Dirigenten
Prof. Walter Endress, der Seniorenbläserchor "Senior Brass unter
Leitung von Kirchenmusikdirektor Traugott Baur und in diesem Jahr
erstmals das Gimmeldinger Flötenensemble unter Leitung von Heidrun
Baur. Eröffnet wurde die Serenade mit "Auf froher Fahrt" von P.Janka.
"Senior Brass", in diesem Jahr mit 38 Bläserinnen und Bläsern
besetzt, musizierte mit der inzwischen gewohnten Präzision. Eine
Besonderheit dieser Bläsergruppe dürfte sein, daß sie sich auch
außerhalb des sonst üblichen "Posaunenchorstils", z.B. im Swingbereich,
bewegen kann.
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Stücke
wie "Der Elefant", "Hippos Waltz" und das Schlussstück "Swinging Postlude"
bewiesen dies eindrücklich.
Eine
Bereicherung in diesem Jahr war zweifelsohne das Gimmeldinger Flötenensemble.
Es bestach durch eine von Laienmusikern selten gehörten Präzision und
Ausdrucksgestaltung. Besonders gefielen die Stücke "Bananas" und "Monica
Perez". Großes Interesse fand die Subbassflöte, die verdächtig an ein
Produkt von Ikea erinnerte. Frau Baur konnte diesen Verdacht entschärfen,
als sie die einzelnen Flöten und ihre Funktionen im Chor vorstellte.
Der MGV 1911 erfreute durch seine Liedauswahl und seine Präzision im
Vortrag. Es gibt nicht viele Männerchöre, die so differenziert musizieren
und ein solches Piano zu Gehör bringen können. Besonders gefiel der
Gefangenenchor "Teure Heimat" aus der Oper Nabucco von G.Verdi. Aber
auch die Lieder "Ich bete an die Macht der Liebe" oder "Es waren zwei
Königskinder" verlangten nach Applaus.
Natürlich
war auch in diesem Jahr das Publikum wieder aufgefordert, sich zu beteiligen.
Nach dem von "Senior Brass" beeindruckend vorgetragenen Lied "Abendlied"
aus der Oper Hänsel und Gretel von E.Humperdink, waren die zahlreichen
Anwesenden aufgerufen das bekannte und beliebte Abendlied "Kein schöner
Land in dieser Zeit" mitzusingen.
Wie
in den vergangenen Jahren auch hatte der Initiator Pfarrer i.R. Heinz
Scheuermann die Moderation übernommen. In drei Blöcken trug er humorvolle
Texte vor. Vor allem seine selbst verfasste Glosse "Von
einem, der trotzdem den Weg zur Serenade fand", sorgte für stürmischen
Applaus.
Die
dritte Waldleininger Serenade war wieder ein voller Erfolg. Sie soll
im Jahr 2008 eine Fortsetzung finden und zwar am Donnerstag, den 5.
Juni 2008. Zu danken wäre noch all den Helferinnen und Helfern, ohne
deren Einsatz ein solches Konzert nicht stattfinden könnte. Ortsbürgermeister
Franz Pfeifer strahlte denn auch am Ende der Serenade als er sich bei
allen Akteuren und den Dirigenten bedankte.
Von
einem, der trotzdem den Weg zur Serenade fand
(von Heinz Scheuermann)
Zur
Waldleininger Serenade wollen se?
Des kann ich Ihne ganz äfach erkläre.
Also, mer sinn jetz hier in Weidedahl.
Sie hänns also schun fascht gschafft.
Folgendes: Sie fahrn do hinne rum,
oder besser gsacht, dort hinne niwwer.
Des häst, de kärzeschte Weg wär nadierlich....
Jetzert bassen se uff!
Sie drehn rum un fahrn zurick,
do wu se herkumme sinn,
also zum Ortseigang - des häst -
fer sie isses jetzt de Ortsausgang.
Ach Quatsch, des geht jo gar net, des wär jo zu weit,
do missten se jo iwwer Lambrecht un Schwarzsohl fahre
un des wär jo gar net de kerzeschte Weg.
Also gut, mer gehen uff Nummer sicher.
Gewwen se acht, bassen se uff, ganz äfach.
Folgendes: sie drehn net rum.
Sie fahrn net do hinne rum un a net do hinne niwwer.
Sie fahrn do vorne weiter, dort, wu ewe des Lieferwäggelche,
ei, jetzt biegts do ab.
Also, dort wu des abgeboge iss, biege se net ab,
sondern fahrn gradaus.
Unn dann immer gradaus bis noch Frankestäh.
Awer dort missen se uffbasse.
Dort missen se links abbiege, net rechts,
sunscht kummen se noch Därkem,
do iss nämlich net die Serenade.
Also: links abbiege unn dann immer gradaus.
Wann se sich net verfahre, missten se eigentlich noch Hochspeyer kumme.
Ach du Schreck, die bauen jo do gerade die nei Umgehungsstross.
Au Backe, wie soll ich Ihne dann dess erkläre.
Och, wissen se was, ich glaab,
Sie missen uff de Umgehungsstross bleiwe,
weil die mit de Abfahrt noch Hochspeyer noch net fertich sinn.
Wann fangt die Serenade a, um 19 Uhr,
dess missense schaffe, fahrn se halt uff de Umgehungsstross e bissel
schneller.
Awer am End missen se widder uffbasse.
Do kummt so en Kreisel, a so e neimodisch Zeich.
Do missen se dem Schild Hochspeyer nochfahre.
Dann immer durch de Ort, immer gradaus bis e Ampel kummt.
Des iss a so e Fehlplanung.
Do steht mer unn steht mer un....
Wann grie kummt, do missense, glaab ich, rechts abbieche.
Wissen se was, do frochen se noch e mol.
Ich bin do e bissel weit weg.
Awer die dort wissen all wu Waldleiningen liecht.
Unn dort kennen se sich sowieso net verfahre,
die henn jo blos drei oder vier Strosse.
Ich winsch Ihne viel Spass bei dere Serenade.
von Heinz Scheuermann
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