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 M i t t e l p f a l z 12.2011  
Förderkreis Kirchenruine Appenthal e.V.
Elmsteiner Heimatschrift 19/2011

Das 40-seitige Heft mit „Geschichte und Geschichten unserer Heimat“ eignet sich sehr gut als ergänzendes Weihnachtsgeschenk für alle, die einen Bezug zu Elmstein und seiner Umgebung haben; mit 3,00 € ist es zudem mehr als preiswert!

Die Rückseite des ¨C erstmals farbigen ¨C Deckblatts stimmt mit dem Herrenhuter Stern am ehemaligen Elmsteiner Forstamt Süd auf Weihnachten und Neujahr ein. Das Titelblatt (siehe Bild) lenkt den Blick auf die jahrhundertelange Lebensgrundlage Elmsteins ¨C den Wald und die Waldarbeit! Dies auch noch passgenau im von den Vereinten Nationen mit der Resolution 61/193 deklarierten „Jahr der Internationalen Wälder 2011“.

Das inhaltliche Spektrum dieses Heftes ist breit:

Werner Moser lässt mit viel Herzblut den Werdegang des Waldarbeitsmuseum lebendig werden ¨C von den Vorbereitungen seiner Gründung bis zum Übergang in die jetzt als Museum eingerichtete „alte Samenklenge“. Raymund Rössler wertet einen Erlass aus, mit dem die königlich bayerische Regierung  im Jahr 1818 kurz nach der Übernahme der Pfalz von den Franzosen Wahlen vorbereitete. Man höre und staune ¨C Lehrer und Frauen waren ausgeschlossen! Hans-Peter Ehrhart, der heutige Leiter der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft, hat sich während seiner Elmsteiner Zeit maßgeblich an der Gründung des Waldarbeitsmuseums beteiligt. Er beschäftigt sich mit den „Armenverhältnissen in Elmstein um 1860“ sowie lange vor den Sozialreformen Bismarcks eingeleiteten Lösungsansätzen durch Kranken- und Unterstützungsvereine; übrigens war die Zeit um 1860 keineswegs die einzige Hungerperiode in Elmsteins Geschichte! Rüdiger Haack geht der Frage nach, ob die Burg Breitenstein überhaupt ein gleichnamiges Rittergeschlecht hatte. Mit den beiden Nutzpflanzen Hanf und Flachs und ihrem Anbau in Elmstein - in früheren Zeiten wohlgemerkt! - befasst sich Erich Uhly. Karl-Heinz Himmler bedauert, dass die Elmsteiner „Dicke Eiche“ nicht aus ihrer langen Geschichte erzählen kann. Mit einem netten Gedicht im Pfälzer Dialekt erinnert er daran, wie die Appenthaler zu ihrem Uznamen  „Kiwwelschisser“ kamen. Christel Franz, zertifizierte Kräuterpädagogin, bringt Ihnen das auch in Elmstein heimische Heilkraut „Hirtentäschel“ näher. Erich Uhly blickt auf  die beiden Jahre 2009 und 2010 mit ihren Elmstein betreffenden Ereignissen zurück. Auch die Jahre 1909 und 1910 hält er lebendig. Mit dem Rückblick auf  jeweils zwei Jahre wird dem Umstand Rechnung getragen, dass im Jahr 2010 kein Heft erschien. Aktuelle Kennzahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz runden diesen informatorischen Teil ab. Dr. Walter Sauer lässt kurz vor Weihnachten den „Struwwelpeter“ nach Elmstein kommen; aufgelockert durch zwei entzückende Scherenschnitte von Karin Jung, die mit dem „Zappelphilipp“ durchaus auch ein aktuelles Problem aufgreift.

Die Redaktion des Heimathefts ¨C Fridolin Heintz, Klaus Kullmer, Wolfgang Ross und Erich Uhly ¨C wünscht sich viele Interessenten für die abwechslungsreichen Beiträge mit vielen illustrierenden Bildern. Die facettenreiche Geschichte Elmsteins ist es wert!

Erworben werden kann das Heft im Gemeindebüro Elmstein, Bahnhofstr. 14, dem Schreibwarengeschäft Sterf/Michaux, Bahnhofstr. 3,  in Elmstein, dem Museum “alte Samenklenge“ sowie während verschiedener vorweihnachtlicher Veranstaltungen.

von Fridolin Heintz